Bärlauch


Wir freuen uns jedes Jahr, wenn sich der erste Bärlauch zeigt.

Dann ist der Beginn unserer Erntesaison nicht mehr fern. Da der Bärlauch in Schleswig Holstein recht selten ist und als potentiell gefährdet gilt, ernten wir ihn für unser Bärlauchpesto nicht in der Natur. 

Dafür nutzen wir den Bärlauch aus unserem Garten, in dem er sich schnell ausgebreitet hat. Dennoch kennen wir rund um unseren Heimatort Kayhude inzwischen drei Bärlauchvorkommen. Wir werden die Fundorte nicht verraten, aber wir geben gerne Tipps, wie man seine Chancen erhöht, Bärlauch in der Natur zu finden.

 

Neben den natürlichen Vorkommen tritt Bärlauch häufig als sogenannte Stinsenpflanze auf. Der Begriff leitet sich ab vom friesischen Wort für Steinhaus. Stinsenpflanzen sind nicht natürlich vorkommende Pflanzen die sich erhalten haben, wo die ursprüngliche Bebauung mit Garten schon lange verschwunden ist. Irgendwann einmal angepflanzt fühlen sie sich so wohl, dass sie verwildern und viele Jahre überdauern. Meerrettich, Rosen, Schneeglöckchen aber auch die Krokusse in Husum gehören beispielsweise dazu.

Heutzutage bekommt man im Frühjahr oft Bärlauch als Pflanze im Topf zu kaufen.

 Ist der Bärlauch abgeerntet wird die Pflanze im Kompost entsorgt. Leider entsorgen einige Menschen den Kompost immer noch in der Natur. Pflanzen mit Zwiebel, wie der Bärlauch überleben am neuen Standort (Stinsenpflanze) und bilden hier ein örtlich begrenztes neues Vorkommen. Das dies natürlich kein Grund ist, Gartenabfälle in der Natur zu entsorgen, versteht sich von selbst. Es verbreiten sich auf diese Art und Weise auch eine Vielzahl ausgesprochen unerwünschter Pflanzen in der Natur.

 

Dennoch haben wir unsere Bärlauchvorkommen an eben solchen Orten gefunden. Auf dem Bild sehr schön zu sehen die kräftig austreibende Pflanze. Sie verbreitet sich schon, wie man an den winzigen, sie umgebenden Pflänzchen sehen kann. Und im Hintergrund die Gartenabfälle in Form von Koniferenzweigen.

Wenn ihr also beim Spazieren gehen denkt,

„Nanu, wo kommen denn hier plötzlich Perlhyazinthen her?“, wächst in der Umgebung vielleicht auch Bärlauch. 


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